Aktueller Holzmarkt

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Holzmarkt und Preise 3. Quartal 2020

Nach Monaten mit zumindest stabilem, wenn auch sehr geringem Preisniveau müssen wir zum 3. Quartal leider nochmals einen Preisrückgang verzeichnen. Vor allem der Frischholzmarkt ist gänzlich eingebrochen. Gerade die großen Abnehmer, für die der Export eine bedeutende Rolle spielt, haben durch die Coronakrise immense Absatzprobleme bei den Premiumprodukten bekommen, was sofort auf den Preis durchgeschlagen und zu einem Aufnahmestopp beim Frischholz geführt hat. Bei der Fichte im Leitsortiment 2b sind daher nur noch Preise von 40-45 €/fm zu erzielen. Käferholz wird zwischen 21 und 28 €/fm gehandelt. Die Nachfrage nach Kiefernholz ist praktisch nicht mehr vorhanden. Auch spezialisierte Kiefernsäger kaufen inzwischen Käferfichte, weil diese so günstig zu bekommen ist. Der Preis liegt dabei auf Käferfichtenniveau.
Weiterhin gibt es keine Möglichkeit Palettensortimente zu verkaufen und beim Industrieholz steuern wir auf eine ähnlich verheerende Situation zu. Die Fa. Pfleiderer hat coronabedingt Kurzarbeit angemeldet und braucht kein waldfrisches Holz, da für deren Zwecke Sägerestholz, das aktuell in rauen Mengen zur Verfügung steht, völlig ausreichend ist.

Leider interessiert unsere Borkenkäfer die Marktlage nicht, ganz im Gegenteil: so früh wie dieses Jahr hat der Schwärmflug noch nie begonnen. Ersten Liegendbefall konnten wir schon im März (!) beobachten. Auch wenn die Marktlage denkbar schlecht ist, entbindet das die Waldbesitzer nicht von ihrer Pflicht, Borkenkäferbefall aufzuarbeiten. Wir werden versuchen, unseren Mitgliedern so gut wie möglich bei der Vermarktung zu helfen, können aber keine Versprechungen machen, wann das Holz abgefahren werden kann. Die Kontingente, die wir von unseren Kunden bekommen, werden wir beliefern, doch rechnen wir damit, dass diese nicht ausreichen. Die Situation für unsere Fichtenbestände kann man nur als dramatisch bezeichnen; schon wieder müssen wir mit einem viel zu trockenen Frühjahr leben, was die Bäume nach zwei Trockenjahren in Folge weiter massiv schwächt. Inzwischen sind auch immer mehr Kiefernbestände den aktuellen Klimabedingungen nicht mehr gewachsen und weisen bestandesbedrohende Ausfälle auf.

Die einzige gute Nachricht: der Laubholzmarkt ist nach wie vor stabil! Auch wenn, wie immer im 2. und 3. Quartal, kaum Laubstammholz verkauft werden kann, dieses sollte außerhalb der Vegetationszeit eingeschlagen werden, sind und bleiben die Preise gut. Auch das Laubbrennholz erfreut sich reger Nachfrage und konnte den Preis halten.

Falls Sie einen Einschlag in Eigenarbeit planen, kontaktieren Sie bitte die WBV, bevor Sie die Bäume fällen. So können wir Sie entsprechend beraten.

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WICHTIG!
Die Standardlänge (Kiefer/Fichte) ist bis auf weiteres 5,00 m + 10cm Übermaß. Mindestzopf 14 cm, max. Stock 55 cm. Kiefer 4,10 m ist nicht oder nur schlecht absetzbar!

Falls Sie einen Einschlag in Eigenarbeit planen, kontaktieren Sie mich bitte, bevor Sie die Bäume fällen. So kann ich Sie entsprechend beraten.
Matthias Koch, Tel. 0178-9747234

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