Holzmarkt

Holzmarkt und Preise – 3. Quartal 2018

Die Auswirkungen der diversen Sturmereignisse sind an den Absatzmärkten angekommen. Ein vollständiges Lagebild zu erhalten ist allerdings schwierig. Zahlreiche Effekte überlagern sich.

Aus den Hauptschadensgebieten (Mitteldeutschland) fließen beträchtliche Mengen in den Fernabsatz, v.a. nach Süddeutschland und Österreich. Die in den Hauptschadensgebieten gebundenen Aufarbeitungs-und Abfuhrkapazitäten fehlen anderen Ortes. Früh und teils massiv einsetzender Schwärmflug vom Borkenkäfer heizt die Situation in den von Fichte dominierten Landesteilen weiter an.

Glück im Unglück der Forstbetriebe ist die anhaltend gute (Bau-)Konjunktur und die daraus entstehende hohe Nachfrage der Sägewerke nach Nadelstammholz. Ohne diese hohe Nachfrage wäre mit großer Wahrscheinlichkeit bereits ein empfindlicher Preiseinbruch eingetreten.

Die Holzversorgung der Sägewerke ist gut und die meisten Säger haben mittlerweile einen drei- bis viermonatigen Holzvorrat aufgebaut. Der Käferholzanfall und das Schadholz aus den Sturmgebieten haben zu Preissenkungen geführt. Vorerst bis Ende September wird für frisches Fichtenholz BC im Leitsortiment 2b+ rund 77 €/fm bezahlt. Fichten-Käferholz im 2b+ wird mit rund 60 €/fm gehandelt.

Frisches Kiefernholz BC 2b+ kann für ca. 66 €/fm verkauft werden. Der Preisabschlag beträgt hier im Schnitt ca. 3 € und ist verschmerzbar.

Ein weiteres heikles Thema betrifft die Holzlogistik, bei den aktuellen hohen Rundholzvorräten und der fehlenden Frachtkapazitäten der Sägewerke ist eine schnelle Holzabfuhr sehr unwahrscheinlich. In Folge dessen sollten im Sommer wieder vom Borkenkäfer befallene Hölzer mit ausreichendem Abstand zum Wald (mind. 500m) gelagert werden.

Die Kiefer ist vom Borkenkäfer nicht betroffen.

 

 

 

 

 

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