Vereinsgeschichte

Auszug aus der Chronik der Waldbesitzervereinigung Kreuzberg e. V..

Am 08.02.1956 versammelten sich die 18 Gründungsmitglieder im Gasthaus Roppelt in Stiebarlimbach, um dort die Waldbauernvereinigung Willersdorf und Umgebung zu gründen. Sinn und Zweck dieser Waldbauernvereinigung sollte sein, Vorträge über Aufforstungen, Stockrodung und Streunutzung zu halten. Die Gründungsmitglieder aus den Ortschaften Stiebarlimbach, Schnaid, Willersdorf, Haid und Lauf waren im Einzelnen:

  • Alois Roppelt (Schnaid)
  • Andreas Lunz (Willersdorf)
  • Emil Schmauß (Lauf)
  • Fritz Nagel sen. (Haid)
  • Georg Ackermann (Haid)
  • Georg Roppelt (Stiebarlimbach)
  • Hans Ackermann (Haid)
  • Hans Ackermann (Lauf)
  • Hans Dotterweich (Willersdorf)
  • Hans Spörlein (Stiebarlimbach)
  • Hans Zöbelein (Lauf)
  • Konrad Roppelt (Schnaid)
  • Kreisrat Georg Fleischmann Stiebarlimbach)
  • Michael Öttinger (Willersdorf)
  • Peter Amtmann (Haid)
  • Sebastian Belzer (Haid)
  • Sigmund Obenauf (Schnaid)
  • Vinzenz Weiß (Stiebarlimbach)

Folgende Vorstandschaft wählte die o. g. Gründungsversammlung
1. Vorstand: Fritz Nagel sen. (Haid)
2. Vorstand: Kreisrat Georg Fleischmann (Stiebarlimbach)
Schriftführer/Kassier: Michael Öttinger (Willersdorf)

Am 03.11.1957 trat erstmals der Genossenschaftsgedanke in den Vordergrund. Gemeinsamer Pflanzenbezug, Grubenholzverkauf und die Anschaffung eines Maschinenparks.

Bei der Herbstversammlung am 08.12.1958 konnte ein neuer Mitgliederstand verkündet werden. Die Anzahl der Mitglieder war von 18 auf 60 Personen gestiegen. Zu diesem Zwecke wurden für jede Ortschaft Obmänner bestimmt. Auch Neuwahlen wurden durchgeführt. Dem altbewährten Vorstandschaft wurde das Vertrauen erneut ausgesprochen.

Im Herbst 1961 wurde ein Vergnügungsausschuss ins Leben gerufen, dessen Aufgabe darin bestand Veranstaltungen vorzubereiten und durchzuführen. Dies waren u. a. Vereinsausflüge, Schafkopfrennen, Versammlungen und Vorträge. Des Weiteren wurde 1961 erstmalig Forstwerkzeug im Wert von 1200 DM angeschafft. Bei der Jahreshauptversammlung am 02.02.1964 wurde die bestehende Vorstandschaft wieder in ihrem Amt bestätigt. Den Antrag der Vorstandschaft, den Jahresbeitrag von 3.- DM pro Mitglied festzulegen, wurde durch die Versammlung stattgegeben.

Am 24.04.1966 wurde das 10-jährige Bestehen gefeiert. Die Anzahl der Mitglieder war auf 75 Personen angestiegen. Bei den anstehenden Neuwahlen am 08.01.1967 gab es in der Vorstandschaft, bei den Obmännern und im Vergnügungsausschuss keine Änderungen.

Am 17.09.1968 wurde die Anschaffung eines Planierschildes für Weginstandsetzungsarbeiten beschlossen. Rund 20 Mitglieder hatten sich zu einer Maschinengemeinschaft zusammengeschlossen. Die Gemeinschaft kaufte eine Reisighackmaschine und 9 Motorsägen.

Das Jahr 1970 war für die WBV Willersdorf u. Umgebung ein entscheidendes Jahr für die weitere Entwicklung. Im Februar und März fanden Sitzungen, bei denen Betriebsinspektor Hans Vorlaufer über das Zustande kommen der WBV Forchheim e. V. auf Landkreisebene berichtete, statt. Nach 14-jähriger Selbstständigkeit wollte die WBV Willersdorf keine Fusion mit der WBV Forchheim eingehen.

Am 15.11.1970 fand die entscheidende Versammlung statt. Die Oberforstdirektion war einverstanden, im Bereich des alten Landkreises Forchheim zwei Waldbesitzervereinigungen zu belassen. Ziel war es, die westlichen Waldstücke des Kanals in die WBV Willersdorf zu integrieren. Deshalb wurde auch der bestehende Name der "Waldbauernvereinigung Willersdorf und Umgebung" in "Waldbesitzervereinigung Kreuzberg e. V." geändert. Die Geschäftsführung wurde zum ersten Mal einem Forstbeamten, Betriebsinspektor Hans Vorlaufer, übertragen. So war die alte WBV unter neuem Namen mit der erklärten Absicht, sich zu erweitern, erhalten geblieben. Auch eine zeitgemäße Satzungsanpassung, mit den neuen Richtlinien, war unumgänglich.

Im Oktober 1972 wurde die WBV Kreuzberg e. V. als "Forstbetriebsgemeinschaft" durch die Oberforstdirektion, nach dem Gesetz über forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, anerkannt.

Am 04.03.1973 traten die beiden Vorsitzenden und der Betriebsinspektor von ihren Ämtern zurück.

Die Neuwahlen erbrachten folgendes Ergebnis:
1. Vorstand: Fritz Nagel jun. (Haid)
2. Vorstand: Alois Roppelt (Schnaid)
Geschäftsführer: Forstamtsrat Josef Böllert (Hallerndorf)

1975 fanden in Pautzfeld, Hausen, Heroldsbach, Wimmelbach, Trailsdorf/Schlammersdorf, Aufklärungsversammlungen statt. Ergebnis war, dass alle Ortschaften der WBV Kreuzberg e. V. beitraten.

Am 25.01.1976 fand in Stiebarlimbach im Saal des Gasthauses Roppelt die 20 Jahr Feier der WBV statt. Als prominentester Gast war Staatssekretär, Simon Nüssel vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium anwesend, dessen umfassendes Referat über das Thema: "Forstpolitik aus der Sicht von Heute" der Höhepunkt der Veranstaltung war. Im Auftrag des Bayer. Staatsministers für Ernährung, Landwirtschaft u. Forsten, Dr. Hans Eisenmann, überreichte Staatssekretär, Simon Nüssel den langjährigen Vorsitzenden Fritz Nagel sen. einen Bierkrug in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die WBV, die er 17 Jahre erfolgreich geleitet hat.  Es wurden auch viele Ehrenurkunden an langjährige Mitglieder durch den Staatssekretär verliehen.

Am 30.01.1977 wurde in der Jahreshauptversammlung folgende Vorstandschaft gewählt: 1. Vorstand, 2. Vorstand und Geschäftsführer wurden im Amt bestätigt. Das neue Amt des stellv. Geschäftsführers wurde durch Baptist Fischer (Willersdorf) besetzt. In den Vergnügungsausschuss wurden Siegmund Obenauf (Schnaid), Georg Nagengast (Trailsdorf), Konrad Arold (Schnaid) und Georg Ackermann (Willersdorf) gewählt. Mittlerweile erweiterte sich der Maschinenpark der WBV um eine Schälhexe und einen Holzspalter.

Die Ortschaften Burk und Buckenhofen wurden in die WBV Kreuzberg e. V. aufgenommen. Im Januar 1978 entstand in Oesdorf eine neue Ortsobmannschaft und auch aus Schlammersdorf traten neue Mitglieder der WBV bei.

Am 24.07.1978 wurde die langjährige Führungsspitze, 1. Vorsitzenden Fritz Nagel sen. und Geschäftsführer Betriebsinspektor Hans Vorlaufer, von Ministerialrat Schwaiger, im Auftrag des Staatsministers Dr. Hans Eisenmann, die Bayer. Staatsmedaille in Bronze, im Rahmen einer Feierstunde im Gasthaus Rittmayer in Hallerndorf verliehen.

Im Februar 1981 konnte erfolgreich das 25-jährige Bestehen der WBV Kreuzberg e. V. gefeiert werden.

Im März 1981 trat die WBV an das Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit der dringenden Bitte heran, die NW-Forstdienststelle in der Großgemeinde Hallerndorf zu erhalten. Dies gelang zwar nicht, jedoch blieb die Forstdienststelle im Aischgrund und wurde nach Trailsdorf verlegt. Dies löste allgemeine Befriedigung aus, besonders in der Großgemeinde Hallerndorf.

Im Februar 1982 wurde die Anschaffung eines Greifzuges durch die Mehrheit der Mitglieder beschlossen.

Am 06.02.1983 wurde die Vorstandschaft wieder in ihrem Amt bestätigt.

Der Gründer und langjährige Vorsitzende, Fritz Nagel sen., feierte am 13.07.1983 seinen 70. Geburtstag, zudem ihn die WBV Kreuzberg e. V. würdig gratulierte. Jedoch verstarb er ein Jahr nach seinem 70. Geburtstag, am 31. August 1984. Alle, die ihn kannten und schätzten, werden sein Andenken immer in Ehren halten.

Auf das 30-jährige Bestehen konnte die WBV Kreuzberg e. V. am 02.02.1986 zurück schauen.

Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 11.01.1987 ergab keine Änderungen bezüglich der Vorstandschaft. Die WBV bestand zu diesem Zeitpunkt aus 20 Ortsverbänden mit 400 Mitgliedern.

Die hervorragende Arbeit der Vorstandschaft wurde am 21.01.1990 durch die Wiederwahl bestätigt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Öttinger Michael, der seit der Gründung als Kassier und Schriftführer tätig war, sowie der Geschäftsführer Josef Böllert, der das Amt 16 Jahre ausführte, wurden besonders geehrt. Seit seinem Amtsantritt als Geschäftsführer im Jahr 1973 stieg die Mitgliederzahl von 70 auf über 450. Daher waren folgende Änderungen in der Führungsspitze notwendig:

1. Geschäftsführer: Fritz Nagel jun. (Haid)
Stellv. Geschäftsführer: Alois Roppelt (Schnaid)
1. Kassier: Forstamtsrat Josef Böllert (Hallerndorf)
Stellv. Kassier: Harry Phil (Oesdorf)

Der bestehende Maschinenpark wurde um eine Seilwinde erweitert. Zu der am 19.01.1992 stattfindenden Jahreshauptversammlung im Gasthaus Rittmayer (Hallerndorf) nahmen auch Vertreter aus der bisherigen WBV Forchheim teil. Deren Mitglieder aus Forchheim und Eggolsheim schlossen sich der WBV Kreuzberg e. V. an, somit erweiterte sich die Zuständigkeit um das ganze Eggerbach Tal bis nach Tiefenstürmig. Kleine Änderungen der Vorstandschaft gab es in der Jahreshauptversammlung am 06.02.1993. Neu im Amt als 1. Kassier, Konrad Arold (Schnaid). Bei der restlichen Vorstandschaft gab es keine weiteren Änderungen.

Das Jahr 1993 brachte auch die Gebietserweiterung ostwärts des Kanals auf Grund der Auflösung der WBV Forchheim.

Im Jahre 1994 wurden 3 Holzspalter und 30 Wiedehopfhauen angeschafft.

Am 02.02.1996 konnte man auf 40 Jahre WBV Kreuzberg e.V. zurückschauen.
Von den 18 Gründungsmitgliedern lebten noch folgende 10: Alois Roppelt, Georg Roppelt, Konrad Roppelt, Vinzenz Weißig, Peter Amtmann, Emil Schmaußig, Sigmund Obenauf, Andreas Lunz, Hans Ackermann und Michael Öttinger. Bei den bevorstehenden Neuwahlen konnten alle Vorstandsmitglieder wieder in ihrem Amt bestätigt werden. Die Mitgliederzahl der WBV betrug zu diesem Zeitpunkt 772. Der Maschinenpark erweitert sich um ein Erdbohrgerät und einen Freischneider.

Auf Grund des Zugangs der Marktgemeinde Eggolsheim wurde im Jahre 1997 die Vorstandschaft um Baptist König (Waigelshofen) als 3. Vorstand erweitert. Die Satzung musste in einigen Punkten überarbeitet werden.

1998 wurde der stellv. Geschäftsführer Paul Demuth aus seinem Amt verabschiedet. Sein Nachfolger wurde Lothar Fischer (Willersdorf). Der Maschinenpark wurde mit einem Holzhäcksler "Eschlböck 7" mit Kranbesückung "Patu 7" erweitert. Dies ist die bisher teuerste Anschaffung im Maschinenpark der WBV Kreuzberg e. V.

Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 06.02.1999 gab es geringfügige Änderungen der Vorstandschaft. Bernhard Roppelt (Schnaid) wurde 2. Vorstand, als Nachfolger für den aus Altersgründen ausscheidenden Alois Roppelt (Schnaid), von der Versammlung gewählt. Als neues Mitglied des Beirates, wurde Winfried Ackermann (Haid) gewählt.

Mitglieder der WBV Kreuzberg e. V. beteiligten sich auch am 22.09.1999 an der stattfindenden Großdemo in Brüssel bezüglich der Agenda 2000.

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